Öffentlicher Brief der Vorstandschaft des HEC

Sehr geehrte Vereinsmitglieder,

sehr geehrte Eishockey Fans,

natürlich beobachtet auch die Vorstandschaft des HEC e.V. die aktuelle sportlich prekäre Lage mit einer traurigen Stimmung und will wie alle Eishockey-Fans ein tolles Eishockey-Erlebnis in Heilbronn erfahren.

Zu sportlichen Zeiten gehören Höhepunkte wie auch Tiefpunkte, und es wird immer einen Gewinner und Verlierer geben.

Natürlich waren und sind die Erwartungen an den aktuellen Profikader der Falken GmbH extrem hoch, und die aktuelle Lage ist nicht wegzudiskutieren.

Allerdings sollten wir alle Diskussionen fair, loyal, ohne Beleidigungen und vor allem professionell führen.

Zunächst einmal sollte nicht der komplette Verein durch den Kakao gezogen werden, wenn die 1. Mannschaft eine schlechte sportliche Leistung abliefert, denn dies wäre äußerst unfair und beleidigt alle ehrenamtlichen Helfer, Betreuer und Trainer, die tagtäglich einen klasse und erfolgreichen Job machen.

Viele wissen nicht, dass der HEC e.V. und das Heilbronner Eishockey nicht nur aus der Profi-Mannschaft (GmbH) besteht, sondern aus neun Mannschaften (8 Jugend-/Amateurmannschaften und eine Profimannschaft) mit über 150 Kinder und Jugendlichen, die sich sehr erfolgreich schlagen und die Grundlage sind, für die ein Verein eigentlich lebt.

Dieses Jahr spielt zum ersten Mal eine 1b-Mannschaft, die nach langen Jahren endlich eingeführt wurde und sich sehr gut schlägt. Dazu gibt es viele weitere Erfolge aus der Jugendabteilung. Denkt auch bitte daran, wie viele Profispieler aus der HEC-Jugend kamen und weiter kommen werden!
Leider wird auch bei Vereinszuschüssen für den Eishockeysport immer wieder nur der Profisport gesehen, und jetzt machen die Fans und sogar Vereinsmitglieder genau den gleichen Fehler. Das finden wir natürlich sehr bedauerlich und wollen hiermit auch aufklären. Vielleicht wurde dies auch in den letzten Jahren versäumt.

Wie in allen Vereinen gibt es natürlich mal engere, mal feinere Strukturen, die nicht von heute bis morgen geändert werden können.

Auch muss man sicherlich zwischen ehrenamtlichen Tätigkeiten und bezahlten Tätigkeiten unterscheiden. Darum wurde 2003 die Profiabteilung (die 1. Mannschaft) in eine GmbH ausgegliedert, die das Tagesgeschäft, die Abwicklung des Spielbetriebes, Außendarstellung und Vermarktung der 1. Mannschaft abwickelt und somit auch finanziell unabhängig vom Verein ist.

Der Stammverein kümmert sich um die Jugendarbeit, Hallenvermietung (Publikumslauf, Eis-Disco etc.) und ist Hauptgesellschafter der GmbH. Natürlich kann sich der Gesellschafter einer GmbH einklinken, sobald etwas in seiner GmbH nicht läuft. Jedoch muss überlegt sein, ob so genannte „Harakiri-Aktionen“ (Manager-/Trainer-Rauswurf)zu einer Lösung führen. Solche Maßnahmen müssen geplant werden und können ohne Lösungsansatz schlichtweg katastrophal enden. Zudem müssen bei solchen Aktionen auch die finanziellen Ausgaben und Risiken abgewogen werden.

Sicherlich wurde in den letzten Jahren das Know-how auf sehr wenigen Schultern verteilt – auch dies muss sich ändern. Hier gibt es auch seit dem letzten Jahr Ideenansätze, deren Umsetzung allerdings auch einer Vorbereitungszeit bedarf.

Zu meiner Aussage, den Verein "sexy" zu machen, stehe ich immer noch – sehe es aber nicht nur auf die GmbH und Profimannschaft bezogen, sondern auf den gesamten HEC e.V., und bin stolz, hier freiwillige Helfer vorzufinden, die etwas verändern wollen. Leider, wie in vielen Vereinen, sind dies nicht mehr viele, die ihre Freizeit für Vereinsarbeit investieren. Darum dauern Umsetzungen manchmal auch etwas länger.

Viele "Nichtmitglieder" schimpfen über den Verein, bei dem sie eben nicht Mitglied sind! Wir freuen uns gerne über neue Mitglieder, die etwas verändern wollen und wir sind jederzeit für konstruktive Ideen offen.

Die Vorstandschaft leidet nicht unter Realitätsverlust, wie es schon mehrfach vorgeworfen wurde, sondern leidet wie alle Eishockey-Begeisterte, Spieler, Trainer und Manager unter dieser angespannten Situation. Einige Dinge in der Außendarstellung bzw. Kurzschlussreaktionen wurden nicht mit der Vorstandschaft abgesprochen – was theoretisch auch nicht zwingend nötig ist – und sind bzw. waren nicht im Interesse des Vereines.

Über diese Dinge wurde gesprochen, und es wird versucht, die Dinge in Zukunft besser zu machen. Fehler werden gemacht und niemand ist perfekt – vor allem werden wir es niemals schaffen, es allen Recht zu machen.

Für konstruktive Kritik sind wir immer offen, denn dies gehört zum erfolgreichen Leben dazu.
Wir haben aktuell aber das Gefühl, dass einige nur ein Ziel haben und über Social Media hierfür auch eine Plattform bekommen.

Freie Meinungsäußerung ist ein wichtiger Grundsatz unserer Gesellschaft – dazu gehören heute Social Media wie zuvor die Internetforen. Der freie Meinungsaustausch ist äußerst wichtig – allerdings wird hier leider meist das Negative veröffentlicht, und die wenigen Positiven oder Diskutierfreudigen werden schnell "geköpft" – hier nicht speziell auf das Eishockey Thema angesprochen!

Werden z.B. Dinge durch Sponsoren angeschoben bzw. Veränderungen, Ideen oder Dinge versucht (Fahrgelderstattung, Interviews, Talkrunde etc.), so wird das Haar in der Suppe gesucht und sofort wieder nur das Schlechte aufgezogen (z.B. Fans werden bequatscht, gekauft etc.). Alte Dinge kommen immer wieder hoch.

Kritik ist wichtig, aber wir sollten uns gemeinschaftlich zusammentun und noch mal an das ZIEL denken!!

Was wollen wir alle gemeinsam? Attraktives Eishockey – HEUTE und vor allem MORGEN!!
Wir sind jederzeit für umsetzbare konstruktive Ideen offen, denn nur durch so etwas wird eine Zukunft gestaltet.

Mit sportlichem Gruß
Vorstandschaft HEC e.V.